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Die richtige Verhütung

Verhütung ist heutzutage ein wichtiges Thema, sowohl für jung als auch für alt. Denn eine ungewollte Schwangerschaft kann die eigene Lebensplanung schnell durcheinander bringen. Trotzdem wollen viele nicht auf den Spaß zu zweit verzichten. Daher ist es wichtig, sich mit den gängigsten Verhütungsmethoden auszukennen. Die Sicherheit eines Verhütungsmittels wird durch den sogenannten Pearl-Index angegeben. Je niedriger dieser ist, desto sicherer wird ein Verhütungsmittel eingestuft.

Hormonspirale

Einmal vom Frauenarzt in die Gebärmutter eingelegt, hält die T-förmige Hormonspirale zwischen drei und fünf Jahren. Sie gibt regelmäßig das Hormon Levonorgestrel, ein sogenanntes Gestagen, in geringen Dosen ab. Hierdurch verdickt sich der Schleim im Gebärmutterhals, was es den Spermien erschwert, diesen zu durchdringen. Der Vorteil bei dieser Methode liegt auf der Hand: Sobald die Spirale eingesetzt wurde, braucht die Frau sich nicht mehr um Verhütung zu kümmern. Gerade für Frauen, die unter einer Östrogen-Unverträglichkeit leiden, ist diese Methode besonders interessant. Der Pearl-Index wird mit 0,16 angegeben und damit ist diese Spirale eine der sichersten Verhütungsmethoden überhaupt.

Wer auf der Suche nach einem hormonfreien Verhütungsmittel ist, kann sich alternativ auch die Kupferspirale einsetzen lassen. Kleine Mengen Kupfer werden in die Gebärmutter abgesetzt und verändern somit die Gebärmutterschleimhaut. Damit kann einer Befruchtung der Eizelle entgegengewirkt werden.

Pille

Die Antibabypille (im Volksmund oft nur „die Pille“ genannt) ist seit den 1960er Jahren auf dem Markt. Erste Forschungen für die Pille gab es bereits ab 1921. Seit das Verhütungsmittel für jede Frau frei zugänglich ist, ist die kleine Wunderkapsel für viele nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Für Frauen bedeutete die Einführung der Pille vor allem auch, dass sie ihre Geschlechtspartner frei wählen können, ohne Angst vor einer ungewollten Schwangerschaft haben zu müssen. Sexualität und Fortpflanzung wurden durch die Pille erstmals voneinander getrennt

Die Wirkweise der Pille ergibt sich hauptsächlich durch das in ihr enthaltene weibliche Hormon Östrogen – genauer gesagt Ethinylestradiol, ein Östrogen-ähnlicher, synthetischer Stoff. Normalerweise produziert der weibliche Körper das Hormon in ausreichendem Maße selbst. Durch die zusätzliche Aufnahme über die Pille wird, vereinfacht gesagt, verhindert, dass Eizellen befruchtet werden und sich einnisten können. Die Pille ist eines der sichersten Präparate und hat einen Pearl-Index von 0,1 bis 0,9.

Verhütungsring

Der Verhütungsring (oder auch Vaginalring genannt) basiert ebenfalls auf hormoneller Wirkweise. Er wird in die Vagina eingeführt und möglichst weit nach oben geschoben, so dass er beim Geschlechtsverkehr nicht stört. Dieser wird in der Regel nach drei Wochen wieder entfernt und nach einer weiteren Woche Pause kann ein neuer Ring eingeführt werden. Ähnlich wie die Spirale gibt der Ring regelmäßig kleine Dosen von Östrogen ab und sorgt für eine Verdickung des Schleims in der Gebärmutter. Der Pearl-Index liegt zwischen 0,1 und 3 - abhängig vom verwendeten Präparat.

Kondom

Das Kondom ist neben der Pille wohl das bekannteste Verhütungsmittel. Aufgrund häufiger Anwendungsfehler ist der Pearl-Index für den Pariser mit nur 2 bis 12 zwar relativ hoch, doch bietet der Kondom bei richtiger Anwendung nicht nur einen sicheren Verhütungsschutz, sondern hat noch einen weiteren entscheidenden Vorteil: Da durch den Latex-Stoff eine natürliche Barriere zwischen den Geschlechtspartnern aufgebaut wird, kann so die Ansteckung mit sexuell übertragbare Geschlechtskrankheiten deutlich reduziert werden. Zwar bietet auch das Kondom keinen 100%-igen Schutz, dennoch wird das Präservativ gerne von homosexuellen Geschlechtspartnern verwendet. Im Zweifel sollte immer zu diesem Verhütungsmittel gegriffen werden.

Pille für den Mann

Die Entwicklung für dieses Präparat gestaltet sich als äußerst schwierig, da hier unterschiedliche Hormone miteinander kombiniert werden müssen, um die Spermienproduktion im männlichen Hoden ausreichend zu reduzieren. Dennoch haben aktuelle Studien bewiesen, dass die Wirkweise grundsätzlich funktioniert. Laut US-Forschern kann es jedoch noch einige Jahre dauern, bis ein vollkommen sicheres Präparat auf den Markt kommen wird. Ein bisschen müssen wir und also noch gedulden, bis Verhütung – abgesehen vom Kondom – nicht mehr alleine Frauensache ist.